Über uns

Vintage-Fotokabine im Palais de Tokyo, Paris
Vintage-Fotokabine im Palais de Tokyo, Paris
Fotoautomatenbetreiber
4 Blitze, 4 Aufnahmen, 4 Minuten


Seit 2007 bewahrt, restauriert und betreibt FotoAutomat die letzten analogen Fotokabinen in Frankreich vor allem an Kunst- und Kulturorten.


Jede Kabine ist ein Unikat, neu entworfen und gebaut in unserer Werkstatt oder originalgetreu restauriert.


Wie vor 60 Jahren ist jedes Foto das Ergebnis einer traditionellen chemischen Entwicklung – ein einzigartiger Abzug, dessen Qualität mindestens 100 Jahre stabil bleibt.

Illustration, die verschiedene Modelle von Fotokabinen zeigt

Fotoautomaten-Galerie gestaltet von FotoAutomat


Wie vor 60 Jahren ist jedes Foto das Ergebnis einer traditionellen chemischen Entwicklung – ein einzigartiger Abzug, dessen Qualität mindestens 100 Jahre stabil bleibt.

autoportraits pris dans un photomaton d'une femme, d'un homme et d'une enfant
Entwickelte Schwarzweiß-Fotos

Heute gibt es weltweit weniger als zweihundert aktive analoge Fotokabinen – wir arbeiten daran, dieses Kulturerbe lebendig zu halten.

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Die Geschichte von FotoAutomat


Es wurde Zeit, die kleinen analogen Porträtstreifen mit vier Aufnahmen wiederzubeleben. FotoAutomat restauriert seit über fünfzehn Jahren in Berlin und seit 2007 in Paris Schwarzweiß-Fotokabinen aus einer anderen Epoche – um ihnen ein neues, überraschendes und kreatives Leben zu geben.

„So fing alles an… Ole und Asger restaurierten schon eine Weile Schwarzweiß-Automaten, als ich sie 2006 in Berlin traf. Sie hatten sieben Jahre zuvor „Photoautomat“ gegründet. In einer kleinen Werkstatt außerhalb der Stadt retteten sie die alten Maschinen vor der Verschrottung. Für nur 2 Euro boten sie echte analoge Schwarzweiß-Abzüge an.

Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Selbst im Frost und bei nächtlichen Besuchern liefen die Kabinen zuverlässig! Die komplett überarbeiteten mechanischen und elektrischen Systeme verhinderten nicht, dass hin und wieder mal ein Foto verschluckt wurde…

Damals entstand die Idee, eine Kabine nach Paris zu holen. FotoAutomat eröffnete seine Werkstatt in Chartres und im September 2007 kehrte die klassische Schwarzweiß-Fotokabine nach Frankreich zurück! Zuerst im Palais de Tokyo, dann im Point Ephémère, im Jeu de Paume, in der Maison Rouge, in der Cinémathèque française…“

Wiederentdeckt, neu erfunden und genutzt von Menschen, die sie noch aus alten Zeiten kannten – und die 2000 in den Straßen Berlins und 2007 im Palais de Tokyo ihr großes Potenzial erkannten.

Weil nichts das Ritual der Kabine ersetzt – den Vorhang aus Tergal, den höhenverstellbaren Hocker, das Klirren der Münzen – bietet FotoAutomat seine Fotokabinen stationär oder zur Miete an.

Fotoautomat und seine Leuchtreklame in einer Berliner Straße bei Nacht
Vintage-Fotokabine Berlin
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Interview

5 bis 10 Schlüsseldaten ?

  • August 2005 :
    Begegnung mit Ole und Asger in Berlin… „Photoautomat“ Berlin existiert bereits seit 5 Jahren.
  • September 2007 :
    Aufstellung des ersten Fotoautomaten im Palais de Tokyo… Die gute alte analoge Fotokabine ist zurück in Frankreich!
  • Juni 2008 :
    Aufstellung unserer zweiten Kabine am Point FMR am Ufer des Canal Saint-Martin… geöffnet 7/7, 24/24, berühmt als „das billigste Hotelzimmer von Paris“, der Albtraum der Techniker!
  • Juli 2011 :
    Bau der ersten Kabine, die komplett in unserer eigenen Werkstatt vom FotoAutomat-Team für die „Rencontres d’Arles“ entworfen und hergestellt wurde.
  • Juni 2016 :
    Hurra! Ein eigener Ort… in der Rue des Trois Frères 53 in Montmartre.
  • Februar2020 :
     Unglaublich: FotoAutomat zieht ins Nationaltheater in Prag ein!
  • Dezember 2021 :
    Eröffnung des „FotoAutomat-Studio“ – Fotografie mit der Plattenkamera, Nasskollodiumverfahren, Cibachrome-Farbabzüge, Herstellung von Schallplattenmatrizen… in der Rue des Trois Frères 53 im 18. Arrondissement.
Porträt eines Mannes mit Sonnenbrille und einem Schild, Eddy
Eddy

1. Beschreiben Sie Ihren Beruf / Ihre Tätigkeit mit „ich“ oder „wir“.

Eddy :
Ich langweile mich in meinem Beruf nie… Ich fahre Lastwagen, tüftele mit Vintage-Mechanik herum, lerne Elektrizität auf alternative Weise, mache experimentelle Wartung automatisierter Systeme, betreibe Retro-Future-Backengineering, interplanetaren Handel und manchmal Kunst – aus Versehen.

Virginie :
Ich besuche jeden Morgen unsere Automaten-Kinder. Wenn moderne Kabinen eher autonom sind, so sind unsere über 60 Jahre alt – man muss sich um sie kümmern, sie umsorgen, einrichten… ihnen zeigen, dass wir da sind. Danach fotografiere ich, zeichne, dokumentiere, kommuniziere im Internet, stelle Anträge für Museen, Bauanträge… Kurz: Ich kümmere mich um all die Projekte, die wir uns mit FotoAutomat ausdenken.

2.
Wie sind Sie dorthin gekommen?

Eddy :
Durch Zufall… Ich habe Ole und Asger auf einer Reise nach Berlin kennengelernt, die mir meine damalige Freundin zum Trost geschenkt hatte, als ich keinen Job als Kranführer bekam. Es war Winter in Berlin und ziemlich frostig; Ole hat uns mit Gulasch empfangen und wir haben uns sofort verstanden… Ich begann mit ihnen zu arbeiten, dann haben sie mir geholfen, die ersten Kabinen in Paris aufzustellen… Palais de Tokyo, Point FMR, Jeu de Paume… los ging’s.

Virginie :
Durch Zufall… Ich sollte 2012 eine Zeichnung für eine Kabine machen… Ich bin immer noch dabei.

3. Welchen Beruf, außer Ihrem eigenen, würden Sie gerne ausprobieren?

Eddy :
Keinen im Moment – ich möchte mein Wissen in den Bereichen vertiefen, die ich schon etwas kenne, wie alte Fototechniken oder das Herstellen von Schallplatten…

4. Was ist einzigartig an Ihrem Beruf?

Eddy & Virginie :
Dass man alles beginnt, ohne vorher etwas darüber zu wissen – und dass es am Ende trotzdem funktioniert. Es ist ein chaotischer Weg mit Momenten des Zweifelns und manchmal großen Siegen über die Materie.
Sehr reizvoll.

5. Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Eddy :
Ich vermeide typische Tage.

Virginie :
Die Roboter füttern.

6. Beschreiben Sie Ihre Werkstatt oder Ihr Büro.

Eddy :
Meine Werkstatt in Chartres ist groß, hell, im Winter kalt, voll mit Fotokabinen, einer Betonmischmaschine, einem Amboss, ein paar alten Mofas, Leuchtreklamen aus allen Epochen und einem Holzofen, auf dem ein Lammcurry köchelt.

7. Wofür arbeiten sie ?

Eddy :
Zum Vergnügen – und natürlich auch fürs Geld. Die Wahrheit ist: Ich habe große Freude an dem, was ich tue. Wenn ich ohne Verpflichtungen leben könnte, würde ich genau das machen.

8. Ihr Lieblingswerkzeug?

Eddy :
Der Winkelschleifer… zart und wild zugleich.

Virginie :
Ein Kaugummi und ein Streichholz – daran erkennt man einen guten Techniker.

Porträt einer Frau mit einer alten schwarzen Kompaktkamera aus Metall
Virginie

9. Was inspiriert Sie?

Eddy :
Meistens Dinge, die nichts mit meinem Job zu tun haben… Ich habe Obsessionen und Leidenschaften, manche vergehen, andere bleiben… Ich versuche oft, sie mit meiner Arbeit zu verbinden – das klappt nicht immer.

Virginie :
Alltägliche Dinge, oft schön aus Versehen.

10.
Wer ist Ihr Held?

Eddy :
Fonzie. „Komm schon Yolanda, wie ist Fonzie? Fonzie ist cool!“ (Pulp Fiction)

Virginie :
Jean-Michel, von Jouets Jean-Michel: „Spielzeug für Kleinkinder – für alles rund um 220 Volt.“ (Hinweis mit Informationscharakter)

11. Was ist ihr Motto ?

Eddy :
„Beweg dich nicht so, du machst mich müde… man muss sich Zeit nehmen, um sich Zeit zu nehmen.“ (Alexandre der Lebenskünstler)

Virginie :
„Die Welt ist perfekt… bewundere die Details.“ (The Dead Don’t Die)

12. Ein unverzichtbares Produkt / Marke?

Eddy :
Der Renault Express, das Kaninchenpasteten-Rezept meiner Großmutter, die Concorde

Virginie :
Der 19er Steckschlüssel von Facom – ein Muss!

13. Was betrachten Sie als Ihren größten Erfolg?

Eddy :
Mit gestreckten Beinen meine Füße berühren.

Virginie :
Am Ende immer gegen die Maschine gewinnen.

14. Was ist Luxus?

Eddy :
Nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren zu müssen.

15. Warum Paris?

Eddy :
Ich liebe Paris immer noch – hier gibt es für jeden Geschmack etwas: ob Musikliebhaber, Ästhet, Sneaker-Fan, Plattensammler, SM-Nachtmensch, Kunstgeschichts- oder Filmfreak… hier wird jeder glücklich.

16. Ihr Lieblingsviertel in Paris und warum?

Eddy & Virginie :
Montmartre. Seine kleinen Straßen, sein ländlicher Charakter und seine dörfliche Atmosphäre im Herzen einer Megastadt wie Paris. Ein Privileg, hier zu sein.

17. Was macht Paris einzigartig und warum?

Eddy & Virginie :
Na ja… Paris ist das Leuchtfeuer der zivilisierten Welt, der Nabel der Welt… oder?

18. Eher Tradition oder Revolution?

Eddy :
Folkloristische Revolution.

Virginie :
Transgender-Tradition.

19. Ihre schönste berufliche Begegnung?

Eddy :
Virginie

Virginie :
Eddy

20. Ein guter Kunde?

Eddy & Virginie :
Am besten nüchtern.

21. Gibt es ein Geheimnis in Ihrem Beruf?

Eddy :
Ja.

Virginie :
Natürlich.

22. Was machen Sie sonntags?

Eddy & Virginie :
„Dasselbe wie jeden Tag, Brain: versuchen, die Weltherrschaft zu übernehmen!“